Neurowissenschaft & Forschung

Forschungsprojekt von Dr. Damir del Monte (geb. Lovric) Neuroanatom und Medizinwissenschaftler

DYS-KONNEKTIVITÄT BEI DEPRESSION

An der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg (Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität) suchen wir im Rahmen einer EEG-Studie nach Antworten auf die Fragen:

  • Wie verhalten sich die mit Depression korrelierten Hirnregionen unter bestimmten Stimulationsbedingungen?
  • Welche spezifischen Frequenzmuster weisen die beteiligten Hirnareale auf?
  • Wie und in welcher Größenordnung zeigt sich die Dys-Konnektivität (erhöhte und/oder erniedrigte Verbindungsstärke) zwischen den Arealen bei Depression?
  • Zeigen sich auch bei der Depression „übersynchronisierte“ Netzwerke? (So wie sie Prof. Tass bei unterschiedlichen Störungen, z. B. bei Morbus Parkinson und Tinnitus, aufzeigen konnte.)
  • Sind Veränderungen der genannten Messgrößen nach einer therapeutischen Intervention darstellbar?
  • Wie können die individuellen Konnektivitätsmuster depressiver Menschen „moduliert“ werden?

Forschungsprojekt von Dr. Damir del Monte (geb. Lovric) Neuroanatom und Medizinwissenschaftler

Die Depression ist eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Unterschiedliche Modelle versuchen, die Ursachen abzubilden. Sehr prominent ist die Monoamin-Defizit-Hypothese, die beschreibt, dass serotonerge und katecholaminerge Neurotransmitter bei depressiven Patienten ein geringeres Level aufweisen. Eine weitere Hypothese geht davon aus, dass pathologische neuronale Konnektivität, somit die Art und Weise, wie sich unterschiedliche Hirnareale verbinden (funktionell koppeln), an der Entstehung depressiver Symptome beteiligt ist. Dieser Hypothese geht unser Forschungsteam am Institut für Synergetik und Psychotherapieforschung (Leitung Prof. Schiepek) nach. Das Team wird gebildet durch Prof. Dr. Günter Schiepek (Forschungsleitung, im Bild links), Priv. Doz. Dr. Wolfgang Aichhorn (Klinische Leitung), Dr. Damir del Monte (Studienführung), Dr. Hans Menning (Analyse), Benjamin Aas (Analyse) und Prof. Dr. Anna Buchheim als Kooperationspartnerin für die Aspekte zur Bindungsforschung.